Homematic

AskSin Analyzer XS auf lxc unter Proxmox

Die Tatsache bei hohem Duty Cyle nicht ständig alle Batterien austauschen oder die Bewegungsmelder stück für stück außer Betrieb zu nehmen, um den Versuchsacher des hohe DC zu finden, war schon sehr attraktiv, als EQ3 das Gerät im Sommer 2019 herausgebracht hat. Homematic-inside berichtete darüber.

Allerdings ist das Gerät mit fast 80€ nicht gerade günstig. Als ein Mitglied eines Facebook Forums davon erfuhr, hatte er in wenigen Wochen eine Alternative selbst gebaut. Diese Version hat ein Display und kann für unter 20€ selbst zusammengelötet werden. Hier gehts zum Projekt auf GitHub.

Als ich beim ersten Versuch gescheitert bin, habe ich von dem Projekt Analyzer-XS gelesen und mich daran gemacht. Dieser Version erfordert deutlich weniger Lötkenntnisse (und Genauigkeit :-)) und Teile.

Zusammengelötet war es schnell. Dann an den Windows-PC angeschlossen und es lief.

Problem war nur, dass der PC jedes Mal angeschaltet werden musste um die Funkauslastung zu sehen. Das war mir auf Dauer nichts und nach einigen Wochen habe ich gesehen, dass es zusätzlich zu einer Windowsvariante nun auch eine für Linux gab.

Da ich seit einigen Wochen einen “richtigen” Server (Dell Poweredge R710) im Keller stehen habe, ist eine weitere virtuelle Maschine schnell erstellt. Und hier fingen die Probleme an. Aber hier mal meine Erkenntnisse zu den einzelnen Möglichkeiten.

  1. Windows VM
    Ich habe eine virtuelle Windows 10 Installation. Da das Programm des analyzer raufkopiert, gestartet, das Bauteil an den USB Anschluss des Server angeschlossen und per WebGUI in die VM angeschlossen, neu gestartet und es lief… Kein Problem.
FTDI Adapter (Analyzer) an Windows VM)

Aber nichts für mich. Ich möchte von jedem Gerät, überall auf die Daten zugreifen. Und die Auflösung auf dem Smartphone über eine RDP Verbindung auf der Windowsmaschine war…. unterirdisch.

Also nächster Versuch mit

2. Linux als virtuelle Maschine

Weil die Erkenntnisse des Windows Versuchs haben gezeigt, dass das einbinden über die WebGUI sehr einfach möglich war. Also eine virtuelle Maschine nach dieser Anleitung erstellt. http://coldcorner.de/2018/01/09/intel-nuc-proxmox-mit-ubuntu-vm-fuer-fhem/

Jetzt gabs aber das Problem, dass sich der USB doch nicht so einfach durchreichen lies, wie bei der Windows VM. Zusätzlich gab es bei der Installation vom Analyzer jede Menge Fehlermeldungen. Der Grund war, dass bei der Installation der VM ein Benutzername abgefragt wurde. “Admin” geht hier nicht, weil der Nutzer schon belegt ist. Also habe ich einen Nutzer “Michael” angelegt, der aber erstmal nur einfacher Benutzer und kein Admin ist. Mit eigenem Homeverzeichnis, anderen rechten als der rootnutzer usw. Bei der Installation von allen Programm musste dann “sudo” davor. Bevor das ging, musste ich mir aber sudorechte geben, war nicht richtig geklappt hat, usw. usw. Ein Drama.

Da ich mich mit der Linuxsprache nicht auskenne, habe ich ein paar Stunden rumprobiert, bin aber zu keinem sinnvollen Ergebnis bekommen und habe aufgegeben.

3. Ubuntu als lxc

Auch hier habe ich die Versuche wie bei Debian unternommen, hatte aber ständig Fehlermeldungen. Die Lösung war ein

4. Debian lxc

Und hier nun die Schritte, die bei mir funktioniert haben.

  1. LXC unter Proxmox mit der mitgelieferten Debian Version erstellen
  2. Dann erstmal alles updaten
apt-get update && apt-get upgrade -y

3. Was bei mir immer hilft und nie geschadet hat, war das Paket hier.

apt-get install software-properties-common

4. Dann geht eigentlich mit der Anleitung auf der GitHub Seite weiter. https://github.com/psi-4ward/AskSinAnalyzerXS/blob/master/docs/Install_as_Debian_Service.md

Falls bei euch eine Fehlermeldung bezüglich “sudo” kommt, dann einfach nachinstallierten mit

apt install sudo

5. Unter Punkt 3 der Anleitung muss der USB Anschluss an den LXC weitergeleitet werden. Das war eigentlich das schwierigste an der ganzen Sache. Wenn man die folgende Anleitung konsequent in Ruhe durcharbeitet, dann klappt das auch.

http://coldcorner.de/2018/07/12/proxmox-usb-passthrough-fuer-lxc-container-z-wave-uzb1/

Unbedingt auch die Hinweise in den Kommentaren beachten.

Bei mir hieß der USB Anschluss nicht “ACM” sonder “USB”. Also nicht durcheinanderbringen lassen. Befehl eingeben und in Ruhe lesen, was danach passiert.

Mit dem Befehl auf dem Container (nicht auf der Shell des Proxmox)

ls -l /dev/tty*

werden alle Anschlussgeräte angezeigt. Da sollte dann der USB Anschluss erscheinen. Da dieser Code nicht in der Anleitung genannt ist, dachte ich mir, dass der einigen helfen könnte.

6. Danach gehts mit Punkt 4 in der Anleitung auf GitHub weiter.

Wenn alles klappt hat sollte das Bild dann so aussehen.

Bitte schreibt in die Kommentare, falls Fehler erscheinen, die nicht genannt sind.

Viel Erfolg

Update 9. Mai 2020
nachdem Proxmox bei jedem Neustart den USB-Port “vergessen” hat, habe ich mich doch für die VM Variante entschieden. Hier also die Kurzfassung

  1. Ubuntuserver installieren (ich habs mir Ubuntu 20.4 versucht und problemlos zum laufen bekommen
  2. Die Anleitung zur Installation auf Debian auf Github nutzen (klappt einwandfrei)
    !!!!ACHTUNG SCHREIBFEHLER!!!! – Es heiß nicht ttypUSB0, sondern ttyUSB0. Da hat beim Ersteller sich die Autokorrektur zugeschlagen.
  3. Danach die Maschine runterfahren, in Proxmox unter “Hardware” den FTDI Adapter als USB Gerät hinzufügen und die VM starten. Das wars…
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